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  • Skelettküste, 2017

    Auf dem Weg

    Straße am Brandberg, 2017

  • Etosha, 2017

    Es war einmal...

    Am Kunene, 2017

  • Skelettküste, 2017

    Die Wächter

    Epupa, 2017

  • Okangwati, 2017

    Im Rauch des Feuers

    Kamanjab, 2017

  • Ebene bei Tomakas, 2017

    Die Himba-Prinzessin

    Epupa, 2017

  • Morgenwäsche

    Epupa Fälle, 2017

  • Epembe, 2017

    Drei Generationen

    Epupa, 2011

  • Kamanjab, 2017

    Im Schatten der Hütte

    Okangwati, 2017

  • Die zwei Schwestern

    Swartbooisdrif, 2017

  • Landschaft am Khumib, 2017

    Tränen des Mondes

    Kamanjab, 2017

  • Die schönen Händlerinnen

    Straße am Brandberg, 2017

  • Puros, 2011

    Katas Vision

    Puros, 2017

  • Epupa, 2011

    Himbakinder

    Epupa, 2017

  • Himba-Parfüm

    Kamanjab, 2017

  • Epupa, 2017

    Die neuen Kleider

    Epembe, 2017

  • Namib, 2017

    Wie ein Meer aus Sand

    Puros, 2017

  • Tomakas, 2011

    Sie werden ihre Brüste bedecken, aber ihre Unschuld verlieren...

    Otjijandjasemo Hot Spring, 2017

  • Namib, 2017

    Folge der Spur

    Epupa, 2017

Himbaland

2011 bin ich den Himbas zum ersten Mal begegnet. Ich war fasziniert von der Schönheit und Lebensweise dieses alten Nomadenvolkes. Besonders das einzigartige Aussehen der Frauen, mit ihrer Kleidung, ihrem Schmuck und ihrem Stolz, weckten meine fotografische Leidenschaft. Ich wünschte, ich hätte viel mehr Zeit für gute Bilder gehabt.

Sehnsuchtsvoll reiste ich 2017 erneut in die staubige Hitze des namibischen Kaoko- und Damaralandes. Die letzten sechs Jahre hatte es nicht mehr geregnet. Die Rinderherden, Stolz und Statussymbol der hier lebenden Himbas und Hereros, waren dramatisch geschrumpft und durch Ziegen ersetzt worden, was zu einer noch größeren Verödung der empfindlichen ariden Landschaft führte. So waren nun auch die Himbas seßhaft geworden. Der englischen Landessprache nicht mächtig, haben sie in einer Region ohne nennenswerte Landwirtschaft und Tourismus mit Mangelernährung, Perspektivlosigkeit und Alkoholmissbrauch zu kämpfen. Viele, meist junge Himbas, tauschten ihre Kleidung und Haarmode bereits gegen westliche Standards.

Ich war eigentlich gekommen, um die besondere Schönheit der traditionell lebenden Himbas und deren exotische Zeitlosigkeit in Bildern festzuhalten. Nun fotografierte ich die Landschaften und ihre Menschen, wie sie mir begegneten. Dabei glaubte ich immer mehr, gleichzeitig auch den Zerfall einer alten Kultur zu dokumentieren.

Wieder zurück, machte ich mich an die Bildauswahl und -bearbeitung. Bei der Farbreduktion ließ ich bewußt die Farbe Rot bestehen, so dass der, für die Himbafrauen typische und mit der Landschaft harmonierende, ockerrote Hautton sichtbar bleibt.
Mit der gewohnten Vorliebe für Fotografie-Paarungen, stellte ich dann Bilder zusammen, in denen kleine Geschichten genauso verborgen sind wie meine erlebten Stimmungen und Gefühle.
Je länger ich an diesem Bilderwerk arbeitete, desto mehr grübelte ich. Vielleicht war es die warme Melancholie der Alten, vielleicht war es das Lachen der Kinder - vielleicht geht es gar nicht um Zerfall, vielleicht ist alles nur Veränderung ...